Die argentinische Menschenrechtlerin Taty Almeida ist mit 95 Jahren gestorben – sie suchte jahrzehntelang nach ihrem verschwundenen Sohn.

Was ist passiert? Taty Almeida gehörte zu den Madres de Plaza de Mayo, einer Gruppe von Müttern, die in Argentinien seit 1977 auf einem großen Platz in der Hauptstadt Buenos Aires demonstrieren. Während der Militärdiktatur von 1976 bis 1983 wurden Zehntausende Menschen verhaftet und verschwanden spurlos. Almeidas eigener Sohn Alejandro wurde 1975 von einer rechtsextremen Gruppe entführt, als er 20 Jahre alt war. Die Familie hat ihn nie wiedergesehen. „Sie sah ihren Sohn nie wieder und konnte seine sterblichen Überreste nie finden“, berichten Medien.

Wer hilft? In Argentinien kämpfen Gruppen wie die Madres und andere Menschenrechtsorganisationen weiter dafür, dass die Verbrechen der Diktatur aufgeklärt und anerkannt werden. Sie erinnern mit Demonstrationen, Gedenkveranstaltungen und Bildungsarbeit an die Verschwundenen. Weltweit, auch in Deutschland, beschäftigen sich Gedenkstätten, Schulen und Initiativen mit dem Thema und zeigen, warum Erinnerung wichtig ist.