Das Bundeskartellamt hat nachgerechnet, wie viel von der Spritpreis-Senkung im Mai und Juni 2026 wirklich bei den Verbrauchern gelandet ist.
Im Mai und Juni 2026 gab es den sogenannten Tankrabatt: Der Staat senkte die Energiesteuer auf Sprit um knapp 17 Cent pro Liter. Das Bundeskartellamt hat jetzt geprüft, was davon wirklich an den Zapfsäulen ankam. Das Ergebnis: Bei Diesel wurden 82,6 Prozent weitergegeben, bei E5-Benzin 77,8 Prozent. Im Schnitt sind das rund 80 Prozent. Präsident Andreas Mundt sagte: „Über den gesamten Zeitraum zeigt sich, dass die Steuerentlastung nicht vollständig, aber überwiegend an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben wurde."
Gleichzeitig haben die Tankstellen ihre Marge erhöht: bei Diesel um etwa 3,3 Cent pro Liter und bei E5 um etwa 1,9 Cent im Vergleich zum ersten Quartal 2026. Außerdem wurde die 12-Uhr-Regel eingeführt: Tankstellen dürfen seitdem nur einmal am Tag um 12 Uhr die Preise erhöhen, aber jederzeit senken. Dadurch sind die Preisschwankungen viel kleiner geworden. Vorher gab es bis zu 50 Preisänderungen pro Tag, jetzt nur noch knapp acht. Nur etwa zwei Prozent der Tankstellen haben sich laut Kartellamt nicht an die Regel gehalten.
