Der US-Mobilfunkanbieter T-Mobile, der zur Deutschen Telekom gehört, hat per Gerichtsbeschluss Support für seine VMware-Software bis August 2026 erstritten und will in dieser Zeit rund 1.000 Anwendungen auf andere Systeme umziehen.
Stell dir vor, dein Handy-Netz läuft auf Software, die seit 2008 im Einsatz ist – bei T-Mobile ist das genau so. Der Anbieter nutzt Programme von VMware, einer Software-Firma, die Computerressourcen wie CPU-Kerne (das sind die Recheneinheiten in Prozessoren) und Speicher an viele Anwendungen gleichzeitig verteilt. Bei T-Mobile sind das mehr als 300.000 solcher Kerne und rund 1.000 Programme. Das ist eine riesige, alte Infrastruktur, die nicht einfach mal schnell ersetzt werden kann.
Im Jahr 2023 hat der Chip-Hersteller Broadcom die Firma VMware gekauft. Danach hat Broadcom vieles umgekrempelt: Aus über 150 Einzelprodukten wurden zwei große Pakete, die es nur noch im Abo gibt – also nicht mehr als einmaliger Kauf, sondern als laufende Zahlung. Viele Kunden finden das viel teurer, und auch Branchenverbände wie VOICE und der Verband der EU-Cloudanbieter kritisieren das.
