Am Fronleichnamsfeiertag sind schwere Gewitter über Nordrhein-Westfalen gezogen, und in Gronau hat der Deutsche Wetterdienst einen Tornado bestätigt.

Was war los? Donnerstagnachmittag zogen Gewitter mit starkem Regen, Blitz und Donner über Teile von NRW. An der Wetterstation in Höxter wurde eine Böe von 117 km/h gemessen – das ist orkanartig. In Gronau nahe der niederländischen Grenze ist laut DWD sogar ein Tornado der Stärke IF1 mit etwa 150 km/h aufgetreten. Bäume stürzten um, in Neuss schloss die Landesgartenschau früher, und das Stadtfest in Bielefeld machte für eine halbe Stunde Pause.

Wer hat geholfen? Die Feuerwehren in mehreren Städten waren im Einsatz, etwa im Kreis Wesel mit fünf Einsätzen wegen überfluteter Keller und vollgelaufener Unterführungen. Die WDR-Wetterredaktion und der Deutsche Wetterdienst haben die Bevölkerung mit Warnungen versorgt und erklärt, warum genaue Vorhersagen bei Gewittern so schwierig sind. Jörg Brunsmann von der WDR-Wetterredaktion sagte dazu: „Das ist so, als würde man einen Topf Wasser auf die Herdplatte stellen, da kann man nicht berechnen, wo die erste Blase hochsteigt.“