In Teilen der Südukraine, die von Russland kontrolliert werden, ist der Strom ausgefallen, und auch in Russland selbst gibt es Probleme mit Kraftstoff.

In den von Russland besetzten Gebieten Cherson und Saporischschja im Süden der Ukraine sind laut den dortigen Behörden alle Kreise ganz oder teilweise ohne Strom. Energieversorger und Rettungsdienste versuchen, die Versorgung wiederherzustellen. Die Ursache wird auf ukrainische Angriffe auf das Stromnetz zurückgeführt – Angaben aus Kriegsgebieten sind allerdings schwer unabhängig zu prüfen.

Auf russischer Seite hat Präsident Wladimir Putin in einem Interview eingeräumt, dass es Versorgungsprobleme gibt – vor allem bei Kraftstoffen wie Diesel und Benzin. Betroffen sind zuerst die Halbinsel Krim und inzwischen auch große Teile Russlands. Putin sprach von einem "gewissen Mangel, aber keinen kritischen" und kündigte ein Krisentreffen mit der Regierung an, um die Landwirtschaft zu versorgen. Die Ukraine hat ihre Angriffe auf russische Energieanlagen und Raffinerien in den letzten Monaten deutlich verstärkt.