Beim WM-Viertelfinalspiel in Miami traf der Ball offenbar eine TV-Kamera – und das sorgte für eine große Diskussion.

Im WM-Viertelfinale in Miami trafen England und Norwegen aufeinander. Norwegen ging in der 36. Minute durch Andreas Schjelderup in Führung. Doch kurz vor der Pause erzielte Jude Bellingham den Ausgleich zum 1:1 – und dieser Treffer sorgte für mächtig Wirbel. Denn bevor der Ball bei Bellingham landete, hatte Norwegens Torhüter Örjan Nyland den Ball nach vorn geschossen. Dabei traf der Ball aber nicht den Boden, sondern eine Kamera, die an einem Kabel über dem Spielfeld hing. Von dieser Kamera plumpste der Ball einem englischen Spieler vor die Füße, der ihn direkt zu Bellingham weiterleitete. Norwegens Spielerinnen und Spieler protestierten sofort beim Schiedsrichter, doch der Pfiff blieb aus. Auch der Videoassistent (VAR) schaute nicht noch einmal hin. Das Spiel ging also mit dem 1:1 weiter – und in der Verlängerung schoss Bellingham dann sogar noch das 2:1 für England.

Zum Glück haben sich nach dem Spiel mehrere Stellen eingeschaltet, um die Situation aufzuklären. Die FIFA hat auf der Plattform X erklärt, dass ihre Daten keine Berührung des Balls mit dem Kamerakabel bestätigen. Außerdem habe ein Sensor im Ball, der normalerweise Bewegungen misst, keinen Ausschlag angezeigt. Die Regelhüter des internationalen Fußballs, das IFAB, sagen aber: Wäre der Ball wirklich gegen die Kamera geflogen, hätte der Schiedsrichter abpfeifen und mit einem Schiedsrichterball neu starten lassen müssen. So steht Aussage gegen Aussage – und es wird weiter diskutiert.