Am Montagabend und in der Nacht zu Dienstag sind heftige Gewitter mit großem Hagel und Starkregen über Teile Norddeutschlands gezogen und haben viele Schäden angerichtet.

Was ist passiert? Eine Gewitterfront mit Starkregen, tennisballgroßem Hagel und Sturmböen ist über Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Teile Nordrhein-Westfalens hinweggezogen. Innerhalb weniger Minuten lagen Straßen unter einer weißen Hagelschicht, Keller liefen voll, Autoscheiben zerbrachen und Dächer wurden beschädigt. Besonders hart traf es den Ort Heidenau im Landkreis Harburg. Eine Anwohnerin erzählte: „Ich wohne jetzt 18 Jahre in Heidenau, ich habe so was noch nie erlebt, so ein Chaos." In Sarstedt musste die Feuerwehr eine Frau aus einem überfluteten Keller retten, sie kam ins Krankenhaus. In Bielefeld setzte ein Blitz einen Dachstuhl in Brand, am Flughafen Hannover-Langenhagen wurde der Betrieb für etwa eine Stunde gestoppt. Die Polizei zählte in Niedersachsen zwischen 21 Uhr und 1 Uhr rund 250 wetterbezogene Notrufe, im Raum Hannover rückte die Feuerwehr rund 1.000 Mal aus.