Am Donnerstagabend hat ein heftiges Gewitter in Baden-Württemberg schwere Schäden angerichtet, dabei kam ein Radfahrer im Raum Karlsruhe ums Leben.
Was ist passiert? Ein sehr starkes Gewitter, Fachleute nennen es „Supercelle", ist am Donnerstag über Baden-Württemberg hinweggezogen. Es begann in Echterdingen bei Esslingen und reichte bis nach Ulm. Dabei fielen Hagelkörner bis zu fünf Zentimeter groß, Bäume stürzten um, Dächer wurden beschädigt und Häuserfassaden stürzten teilweise ein. Im Raum Karlsruhe wurde ein Radfahrer von einem umstürzenden Baum getroffen und starb. Ein weiterer Radfahrer und zwei Kinder wurden verletzt. In Besigheim verursachte ein Blitz einen Dachstuhlbrand, in Neckartailfingen fiel ein Carport auf vier Autos.
Wer hilft? In Karlsruhe waren rund 400 Feuerwehrleute und etwa 50 Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) im Einsatz. Die Feuerwehr rückte zu mehr als 250 Einsätzen aus. Die Notruf-Leitstelle bekam zusätzliches Personal, weil so viele Menschen gleichzeitig anriefen. Am Flughafen Stuttgart landete ein Flugzeug sicher, obwohl es vom Hagel beschädigt worden war. In Bruchsal wurde am selben Tag eine alte Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden und schnell von Fachleuten entschärft; rund 530 Menschen mussten dafür kurzzeitig ihre Häuser verlassen.
