Die SPD in Nordrhein-Westfalen will, dass ein besonderer Ausschuss im Landtag den Führungsstil von Ministerin Ina Scharrenbach untersucht.

Was ist passiert? Ein Magazin hat im März berichtet, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ministerium von Ina Scharrenbach (CDU) sich schlecht behandelt fühlen. Sie sprachen von „Angst und Schrecken" und einem „desaströsen Führungsverhalten". Die SPD im Landtag sagt: Das muss gründlich untersucht werden, deshalb will sie einen Untersuchungsausschuss mit dem Titel „Machtmissbrauch". Über die Einsetzung wird bald im Landtag abgestimmt. Die SPD hat genug Stimmen, um den Ausschuss auch ohne die anderen Parteien durchzusetzen.

Wer hilft? Die SPD-Fraktion im Landtag treibt das Thema voran und hat in einer Fraktionssitzung den Antrag beschlossen. Auch Journalistinnen und Journalisten von WDR und „Spiegel" haben die Vorwürfe öffentlich gemacht. Ina Scharrenbach selbst hat eingeräumt, dass es Fehler gab, und Maßnahmen angekündigt, etwa ein anonymes Beschwerdetool und eine Führungsklausur im Juli. Die Staatskanzlei sagt, die Ministerin zeige Einsicht.