Eine große Auswertung zeigt, wie selten Aufzüge in Deutschland wirklich steckenbleiben – und welche einfache Regel im Notfall hilft.

Eine Firma hat 1,25 Milliarden Fahrten mit rund 20.000 Aufzügen in Deutschland ausgewertet. Das Ergebnis: Im Durchschnitt bleibt ein Fahrstuhl nur bei einer von 300.000 Fahrten stehen. Das klingt erstmal viel, bedeutet aber: In deinem Alltag ist so ein Stau im Aufzug wirklich sehr selten.

Es gibt trotzdem Unterschiede: In niedrigen Häusern mit nur wenigen Etagen bleiben Aufzüge etwas öfter hängen als in hohen Wolkenkratzern. Der Grund: In niedrigen Gebäuden stehen oft ältere Hydraulikaufzüge, die anfälliger sind als moderne Seilaufzüge. Auch das Alter der Anlage spielt eine Rolle – Aufzüge aus den Jahren 1975 bis 1989 bleiben laut der Studie am häufigsten stehen.

Wenn du doch einmal im Aufzug steckenbleibst, ist die wichtigste Regel: Ruhig bleiben. In der Kabine gibt es einen Notruf-Knopf – drück ihn und warte, bis jemand aus der Zentrale antwortet. Die Prüforganisation Dekra erklärt: In einem stehenden Aufzug geht dir nicht die Luft aus, und du kannst ganz normal weiteratmen. Versuche aber auf keinen Fall, die Türen mit Gewalt aufzudrücken oder aus der Kabine zu klettern – das ist richtig gefährlich.