Viele Autofahrer und Radfahrer tippen oder lesen Nachrichten, während sie unterwegs sind – und unterschätzen das Risiko.
Was ist passiert? Der ADAC hat in fünf großen Städten in Deutschland beobachtet, wie oft Leute ihr Handy im Verkehr benutzen. Das Ergebnis: Rund 2,7 Prozent der Autofahrer und 1,4 Prozent der Rad- und E-Scooter-Fahrer haben während der Fahrt aufs Smartphone geschaut. Eine zweite Studie der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen zeigt, dass etwa 4,5 Prozent der Autofahrer aktiv mit dem Handy beschäftigt sind – vor allem auf Autobahnen. Schon zwei Sekunden aufs Display schauen reichen laut einem Experten aus, um bei 50 km/h fast 30 Meter im Blindflug zurückzulegen.
Wer hilft? Der ADAC und Verkehrsexperten wie Roman Suthold klären über die Gefahren auf. Sie fordern, dass die Regeln am Steuer strenger kontrolliert werden. Das erste Bundesland, Rheinland-Pfalz, hat dafür schon eine Rechtsgrundlage für Handyblitzer geschaffen – zum Beispiel von Brücken aus. Wenn die Gefahr erwischt zu werden steigt, so der Experte, ändern viele ihr Verhalten.
