Kroatien hat Slaven Bilić erneut zum Cheftrainer seiner Fußball-Nationalmannschaft gemacht, knapp zwei Wochen nach dem Aus bei der WM.
Stell dir vor, dein alter Sportlehrer kommt zurück an die Schule – genau so ist es gerade in Kroatien. Slaven Bilić hat das Team schon einmal von 2006 bis 2012 trainiert. Damals schaffte er mit Kroatien das Viertelfinale bei der EM 2008. Danach trainierte er viele Vereine in Europa und im Nahen Osten, zuletzt einen Club in Saudi-Arabien.
Nach dem Aus bei der WM wollte der Verband frische Energie. Der bisherige Trainer Zlatko Dalić hatte das Team neun Jahre lang betreut und in dieser Zeit sogar ins WM-Finale 2018 geführt. Nach der Niederlage gegen Portugal im Achtelfinale war aber Schluss. Verbandspräsident Marijan Kustić schlug Bilić vor, und alle im Vorstand stimmten zu.
Für Bilić ist die Aufgabe eine besondere Ehre. Bei seiner Vorstellung sagte er, er wolle „die nötige Energie, den Ehrgeiz und die Entschlossenheit einbringen, damit Kroatien weiterhin zur Fußball-Elite zählt". Das klingt, als hätte er richtig Bock auf den Job. Schon bald zeigt sich, ob er die Mannschaft wieder auf Kurs bringen kann.
In den kommenden Wochen steht die Nations League an. Dabei trifft Kroatien unter anderem auf starke Gegner wie Spanien und England. Für Bilić ist das die erste große Chance zu zeigen, was er kann.
Gleichzeitig steht ein Generationenwechsel an. Stars wie Luka Modrić sind schon 40 Jahre alt. Junge Spieler wie Luka Vušković sollen Schritt für Schritt Verantwortung übernehmen. Bilić muss also beides schaffen: alte Erfolge sichern und neue Talente aufbauen.
