Nach einem kritischen Zeitungsinterview wurde die frühere Skirennläuferin Alexandra Meissnitzer vom großen FIS-Kongress in Belgrad ausgeladen.
Die FIS ist der Welt-Skiverband. Dort wird gerade über die Zukunft entschieden: Am Donnerstag in Belgrad wird gewählt, ob Präsident Johan Eliasch im Amt bleibt. Kurz davor hat die Salzburger Ex-Rennläuferin Alexandra Meissnitzer den Verband in einem Interview kritisiert. Sie sagte, die Glaubwürdigkeit der gesamten Organisation habe in den letzten Wochen gelitten. Auch sprach sie von einem großen Vertrauensverlust und wenig Transparenz bei einer möglichen Wiederwahl von Eliasch.
Noch in der Nacht, als das Interview veröffentlicht wurde, kam die Nachricht: Die FIS hat Meissnitzer gebeten, nicht zum Kongress zu kommen. Ein schriftliches Schreiben wurde ihr geschickt, das derzeit geprüft wird. Meissnitzer bestätigte die Ausladung, möchte sich aber vorerst nicht weiter dazu äußern. Sie erhält rechtliche Unterstützung aus dem Umfeld des Österreichischen Skiverbandes.
