Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin in einem offenen Brief herausgefordert: Er will sich mit ihm treffen und über ein Ende des Krieges sprechen.

Was ist passiert? Selenskyj hat Putin in einem Brief ein Treffen vorgeschlagen. Er will, dass beide Präsidenten sich persönlich unterhalten und eine Waffenruhe ausmachen, also dass für eine bestimmte Zeit nicht mehr gekämpft wird. In dem Brief schreibt er, dass die Menschen in Russland müde vom Krieg sind – wegen der hohen Preise, des Mangels an Benzin und der ständigen Drohnenangriffe aus der Ukraine. Wenn Putin nicht aufhören wolle, dann werde die Ukraine weiterkämpfen, so Selenskyj. Er warnt Putin auch: „Es ist eine Tatsache in der russischen Geschichte, die Sie gut kennen: Wenn Russland müde wird, steht ein Wandel bevor".

Wer hilft? Auf der politischen Bühne passiert gerade einiges: Alle 27 EU-Länder haben zugestimmt, mit der Ukraine über einen möglichen Beitritt zur Europäischen Union zu sprechen. Das ist ein starkes Zeichen der Unterstützung. Auch NATO-Generalsekretär Mark Rutte war in der Hauptstadt Kyiv und hat der Ukraine weitere Hilfe versprochen. Selenskyj hat sich aber auch enttäuscht darüber geäußert, dass die USA mit ihren Verhandlern auf sich warten lassen. „Bedauerlicherweise stehen wir in der Warteschlange dieser Kriege", sagte er.