Forschende fliegen ab sofort mit kleinen Flugzeugen über die Nordseeküste und zählen die Seehunde auf den Sandbänken.

Jedes Jahr im Sommer starten an der Nordseeküste kleine Flugzeuge zu einer besonderen Mission. Sie fliegen über das Wattenmeer und schauen, wie viele Seehunde sich gerade auf den Sandbänken ausruhen. So eine Zählung nennt man „Zählflug". Forscherinnen und Forscher vom Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) in Niedersachsen machen das jedes Jahr aufs Neue.

Warum machen die das? Ganz einfach: Wenn du wissen willst, wie es einer Tierart geht, musst du erst einmal wissen, wie viele Tiere es überhaupt gibt. Verändert sich die Zahl, kann das zum Beispiel bedeuten, dass die Tiere mehr Nachwuchs bekommen, dass es ihnen gut geht – oder dass etwas nicht stimmt und sie geschützt werden müssen. Die Flieger gucken also nicht nur, wie viele Seehunde es sind, sondern auch, ob die Tiere gesund aussehen.