Schloss Hartheim in Oberösterreich bekommt den Österreichischen Museumspreis 2026 – für seine wichtige Arbeit gegen das Vergessen.

Das Schloss steht in Alkoven, im Bezirk Eferding. Vor vielen Jahren, zwischen 1940 und 1944, nutzten die Nationalsozialisten das Gebäude, um dort Menschen zu ermorden. Vor allem Menschen mit Behinderung, Kranke, KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter wurden dort getötet. In einer Gaskammer im Schloss starben rund 30.000 Menschen. Das ist ein Teil der dunkelsten Geschichte Österreichs.

Heute ist das Schloss ein Lern- und Gedenkort. Das heißt: Dort wird geforscht, es gibt Ausstellungen, und Besucherinnen und Besucher können etwas über die Verbrechen lernen. Geleitet wird die Einrichtung von Florian Schwanninger und Irene Zauner-Leitner. 2003 wurde das Schloss erstmals als Gedenkort eröffnet, 2023 wurde es neu eröffnet und umgebaut. Der Museumsbeirat, ein Expertengremium des Kulturministeriums, hat das Schloss nun für den Österreichischen Museumspreis 2026 ausgewählt. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und wird am 15. Oktober in Eisenstadt übergeben.