Der argentinische Trainer Lionel Scaloni hat nach einer 0:1-Niederlage im WM-Finale gegen Spanien eine Pressekonferenz unter Tränen verlassen.

Stell dir vor, dein Team verliert das wichtigste Spiel der Welt – und du musst danach vor Kameras stehen. Genau das ist Lionel Scaloni passiert. Der Trainer der argentinischen Fußball-Nationalmannschaft verlor das Finale der WM mit 0:1 gegen Spanien. In der Pressekonferenz danach konnte er seine Tränen nicht zurückhalten und ging schließlich schnell vom Podium. Er sagte auch: „Es ist sehr schmerzhaft, es tut mir sehr leid".

Scaloni ist kein unbekannter Trainer: Er hat Argentinien 2022 schon einmal zum Weltmeister gemacht. Trotzdem blieb ihm der zweite Titel verwehrt. Vor der Pressekonferenz hatte er nach eigener Aussage schon in der Kabine geweint. Er sagte: „Ich habe mir schon in der Kabine die Augen ausgeweint, deswegen weine ich jetzt nicht". Kurz darauf flossen die Tränen trotzdem weiter, und die Journalistinnen und Journalisten applaudierten ihm.

Über Messi, den 39 Jahre alten Kapitän und Superstar des Teams, sprach Scaloni mit großem Respekt. Er sagte: „Es ist ein großartiges Team. Ich hoffe, dass zukünftige Generationen davon beeinflusst werden". Ob Messi selbst weiter für Argentinien spielen wird, ist noch unklar. Scaloni sagte, er habe noch nicht mit ihm darüber geredet.

Auch Scalonis eigene Zukunft ist offen. Sein Vertrag läuft aus, es gab aber Berichte über eine Verlängerung bis 2030. Er will erst mit dem Präsidenten des argentinischen Fußballverbands sprechen. „Ich bin ihm dankbar, dass ich hier an dieser Stelle sein darf", sagte Scaloni. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob er Trainer bleibt.