In Salzburg hat am Wochenende die Ouverture spirituelle der Festspiele begonnen – mit ernster, aber auch hoffnungsvoller Musik von Kurtág, Pärt und Mahler.
Stell dir vor, du gehst in ein riesiges, festlich erleuchtetes Konzerthaus und hörst Musik, die traurig klingt, aber trotzdem tröstlich ist. Genau das ist bei der Eröffnung der Salzburger Festspiele passiert. Das Programm hatte den Titel „Miserere", das ist ein altes Kirchengebet, in dem Menschen um Vergebung bitten.
Drei berühmte Stücke standen auf dem Programm. Am Anfang sang ein Chor Stücke von György Kurtág, die sehr intensiv und ausdrucksstark klangen. Danach spielte das Orchester ein Werk von Arvo Pärt, das sehr ruhig und meditativ war – fast wie ein Gebet ohne Worte. Zum Schluss kam dann Mahlers Zweite Symphonie, die mit einem großen Chor endet und von Hoffnung und Auferstehung erzählt.
Der Intendant Markus Hinterhäuser hat sich die Stücke ganz bewusst ausgesucht. Er wollte damit zeigen, dass Musik mehr sein kann als Unterhaltung – sie kann auch über große Fragen des Lebens nachdenken: über Trauer, über Schuld und darüber, was uns Hoffnung gibt.
