Ein altes Sägewerk in Eppenstein in der Steiermark hat so große finanzielle Probleme, dass es jetzt beim Gericht einen Sanierungsantrag gestellt hat.

Was ist passiert? Das Schaffer Sägewerk-Holzexport GmbH in Eppenstein hat beim Landesgericht Leoben einen Antrag auf ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung gestellt. Das bedeutet: Das Unternehmen ist so stark in Schwierigkeiten geraten, dass es ohne gerichtliche Hilfe nicht mehr weiterarbeiten kann. Laut der Firma selbst liegt das Hauptproblem an einer neuen, teuren Produktionsanlage, die von Anfang an nicht richtig funktioniert hat. Wichtige Kunden haben sich deshalb beschwert und schließlich die Zusammenarbeit beendet. Über einen längeren Zeitraum konnte das Werk weder die nötige Verfügbarkeit der Maschinen noch die geforderte Maßhaltigkeit beim Holz sicherstellen.

Wer hilft? In solchen Verfahren wird ein Sanierungsverwalter eingesetzt, der den Betrieb gemeinsam mit der Firmenleitung weiterführt. Gläubigerschutzverbände wie der AKV und der KSV1870 sind üblicherweise eingebunden, um die Interessen der Gläubiger – also der Banken und Lieferanten, denen das Unternehmen Geld schuldet – zu schützen. Das Gericht in Leoben muss nun entscheiden, ob das Verfahren eröffnet wird und ob ein Sanierungsplan vorgelegt werden kann, der das Unternehmen wieder auf stabile Beine bringt.