Der Energiekonzern RWE kauft die Mehrheit am Netzbetreiber Amprion und will viel Geld in den Ausbau des Stromnetzes stecken.
Der Konzern RWE aus Essen hat am Montagabend eine große Übernahme angekündigt. RWE will 55 Prozent des Übertragungsnetzbetreibers Amprion kaufen. Das ist die Firma, die in Deutschland die großen Stromleitungen betreibt – also die Autobahnen für den Strom. Amprion besitzt ein Netz von 11.000 Kilometern Länge, das Strom von der Nordsee bis zu den Alpen transportiert.
Damit das Stromnetz für die Zukunft fit wird, will RWE bis 2031 rund 6,5 Milliarden Euro in den Ausbau stecken. Das sind vier Milliarden Euro mehr als bisher geplant. Amprion selbst hat sich verpflichtet, bis 2030 sogar 42 Milliarden Euro in neue Leitungen zu investieren. Hintergrund ist die Energiewende: Weil immer mehr Strom aus Wind und Sonne kommt, muss das Netz viel mehr leisten als früher.
