Russische Soldaten haben unangekündigt auf dem Peipussee Schießübungen gemacht – nur wenige Kilometer von Estland entfernt.
Was ist passiert? Auf dem Peipussee, einem großen See zwischen Estland und Russland, haben russische Einheiten eine Schießübung abgehalten. Estland wusste vorher nichts davon. Die Schüsse waren auf estnischer Seite zu hören. Verteidigungsminister Hanno Pevkur sagte, die Soldaten hätten auf ein Ziel im Wasser geschossen und vermutlich das Abschießen von Drohnen trainiert. Innenminister Igor Taro fand das Verhalten klar falsch: „Man taucht nicht einfach so mal in Militäruniform an der Grenze auf, um ein irgendeine Übung durchzuführen.“
Wer hilft oder reagiert? Estland ist Mitglied der EU und der NATO. Der eigene Grenzschutz hat die Lage beobachtet und verfolgt. Die Regierung in Tallinn hat über ihre Minister klar Stellung bezogen und sagt: Russland teste hier Grenzen aus. Gleichzeitig betonen die Minister, es bestehe kein Grund zur Panik, weil Estland auf solche Situationen vorbereitet ist und Verbündete hat.
