Beim WM-Spiel zwischen England und Mexiko sah Jarell Quansah die Rote Karte, obwohl es vorher keinen Pfiff gab. Jetzt überlegt der englische Verband, ob er dagegen protestiert.

Was ist passiert? England spielte im Achtelfinale der WM gegen Mexiko und gewann mit 3:2. In der 54. Minute bekam Quansah aber die Rote Karte – also den Platzverweis. Komisch war: Zuerst hatte der Schiedsrichter gar keinen Pfiff gegeben. Erst nach dem Hinweis aus dem Video-Kontrollraum änderte er seine Entscheidung. Danach musste England mit nur zehn Spielern weitermachen. Eine Rote Karte bedeutet normalerweise, dass der Spieler im nächsten Spiel automatisch gesperrt ist.

Wer hilft jetzt? Der englische Fußballverband FA überlegt, ob er Einspruch gegen die Rote Karte einlegen kann. Einspruch bedeutet: Man bittet eine höhere Stelle, die Entscheidung nochmal anzuschauen. Dabei orientiert sich England an einem anderen Fall: Folarin Balogun, ein Spieler mit US-amerikanischem Pass, hatte auch eine Sperre bekommen. US-Präsident Donald Trump hat sich laut Berichten für ihn eingesetzt – und die FIFA hat die Sperre dann zur Bewährung ausgesetzt. Das heißt: Balogun darf vorerst wieder spielen. Trainer Thomas Tuchel findet das ungerecht und hat laut gefragt: „Wo hört das jetzt auf?" Er hat auch scherzhaft gesagt, Kapitän Harry Kane solle Trump anrufen, damit er auch Quansah hilft.