In Chile haben Ermittler über 100 Tonnen Drogen in Holzlieferungen für Europa entdeckt – es ist einer der größten Funde des Landes.
Die chilenische Polizei und der Zoll haben nach langen Ermittlungen 45 Container aus Bolivien kontrolliert. In diesen Containern war Holz verstaut, in dem große Mengen Drogen steckten – vor allem Kokain und Ketamin. Wäre das Holz in Europa angekommen, hätten Kriminelle die Drogen in Laboren wieder herausgeholt. Insgesamt hat die Polizei mehr als 100 Tonnen sichergestellt. Der Wert auf dem Schwarzmarkt in Europa wird auf über sieben Milliarden Euro geschätzt.
Die chilenische Zollbehörde hat den Fund am Montag öffentlich gemacht. Sie spricht von einem „historischen Schlag gegen das organisierte Verbrechen“. Ermittlerinnen und Ermittler prüfen nun weitere verdächtige Container – die sichergestellte Menge kann also noch größer werden. Chile arbeitet in solchen Fällen auch mit Polizeibehörden aus anderen Ländern zusammen, um die Hinterleute zu finden.
