Polizeibehörden aus mehreren Ländern haben ein großes Online-Netzwerk zerschlagen, das Frauen mit Betäubungsmitteln missbraucht hat. Dabei wurden 57 Männer festgenommen und 158 Betroffene in Sicherheit gebracht.
Im Juni hat die Polizei in einer großen Aktion 57 Männer festgenommen, die Frauen im Internet kontaktiert und mit Betäubungsmitteln wehrlos gemacht haben sollen. Viele der betroffenen Frauen konnten sich danach nicht an die Tat erinnern. Insgesamt 158 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Die Aktion heißt "Projekt Medusa" und wurde von Europol, der Polizeibehörde der EU, koordiniert. Auch das deutsche BKA und das Hamburger Landeskriminalamt waren stark beteiligt.
In Deutschland und anderen Ländern kümmern sich Hilfsorganisationen, Frauenhäuser und Beratungsstellen um die Betroffenen. Die Polizei richtet spezielle Ermittlungsteams ein, die den Opfern helfen, ihre Rechte zu nutzen und Straftaten anzuzeigen. Auch Beratung per Telefon oder Chat ist möglich – zum Beispiel über die Frauen-Helpline 0800 222555 oder "Rat auf Draht" unter 147 für Jugendliche in Österreich.
