Papst Leo XIV. hat vor dem spanischen Parlament eine deutliche Rede gegen Aufrüstung gehalten – und für Diplomatie und Menschlichkeit geworben.
Was ist passiert? Papst Leo XIV. hat am Montag im spanischen Parlament in Madrid gesprochen. Es war das erste Mal überhaupt, dass ein Papst dort eine Rede halten durfte. Er sagte, die Welt stecke in einer „tiefen geistigen und kulturellen Krise“ – mit Gewalt, Streit und Misstrauen. Besonders sorgt ihn, dass viele Länder, auch in Europa, wieder massiv aufrüsten. Seine Botschaft: Waffen können keinen echten und dauerhaften Frieden schaffen. Stattdessen brauche es Diplomatie, Gespräche und die Einhaltung internationaler Regeln.
Wer hilft? Vor dem Papst haben in Madrid am Wochenende schon Hunderttausende junge Menschen mit ihm gefeiert: Bei einer sogenannten Jugendvigil kamen rund 500 000 Leute zusammen, bei einer großen Messe am Sonntag sogar 1,2 Millionen Gläubige. Auch der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez traf Leo am Montagmorgen – sie verbindet die Kritik am Iran-Krieg. Beide setzen sich für eine humane Migrationspolitik ein, also für einen besseren Umgang mit Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen müssen. Der Papst warnte, die Lage der Geflüchteten sei „tragisch", und forderte sichere Wege für sie.
