Die Hilfsorganisation Oxfam hat untersucht, wie die 100 größten Firmen in Europa mit Geld, Klima und Löhnen umgehen – und fordert jetzt klare Regeln.

Was ist passiert? Oxfam hat sich 100 der umsatzstärksten Unternehmen in Europa angeschaut, darunter 27 aus Deutschland und die österreichische OMV. Das Ergebnis: Die Chefs dieser Firmen verdienen im Schnitt das 78-Fache von dem, was normale Beschäftigte bekommen. Bei der Deutschen Bank ist der Unterschied mit fast 39 Prozent in Europa am größten. Außerdem schütten viele Konzerne einen riesigen Teil ihrer Gewinne an Aktionäre aus, während sie vergleichsweise wenig in den Klimaschutz investieren. Zusammen stoßen diese 100 Firmen rund 26 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen aus.

Wer hilft? Oxfam benennt das Problem und schlägt konkrete Lösungen vor. Die Organisation fordert, dass das Verhältnis zwischen Chef-Gehalt und Durchschnittslohn höchstens 20:1 sein darf. Außerdem soll es eine Extra-Steuer auf Übergewinne von mindestens 50 Prozent geben, und die EU-Richtlinie für mehr Lohntransparenz soll schnell in deutsches Recht umgesetzt werden. Oxfam kritisiert zudem, dass Europa gerade dabei ist, Regeln für Nachhaltigkeit und Lieferketten aufzuweichen, und fordert die Politik auf, das zu stoppen.