Eine neue Studie zeigt, dass Influencer und Werbung in sozialen Medien das Einkaufen von Kindern und Jugendlichen im Internet stark prägen.

Was ist passiert? Forsa hat im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit und des UKE 1.005 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahren zum Online-Shopping befragt. Das Ergebnis: 40 Prozent entdecken Produkte über Influencer, 47 Prozent über Werbung auf Plattformen wie TikTok, Instagram oder YouTube. Am beliebtesten ist Amazon, aber auch Temu und Shein sind unter den Top 5. Diese Apps werben mit sehr günstigen Preisen und nutzen teilweise spielerische Elemente, die an Glücksspiele erinnern. Besonders oft kaufen Jugendliche Kleidung, Schuhe und Accessoires – 66,9 Prozent tun das online.

Wer hilft? Die Krankenkasse DAK-Gesundheit und das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) haben die Studie veröffentlicht. Sie wollen mit den Daten erreichen, dass Schulen, Eltern und Politik Jugendliche besser über Werbung im Internet aufklären. Der DAK-Chef Andreas Storm sagt: „Wenn Kaufimpulse vor allem über soziale Medien entstehen, müssen Kinder und Jugendliche lernen, Werbung und kommerzielle Interessen dahinter zu erkennen." Auch Sucht-Expertin Kerstin Paschke vom UKE erklärt, dass junge Menschen anfälliger für solche Tricks sind, weil sich ihr Gehirn noch entwickelt.