Der Energiekonzern OMV hat im zweiten Quartal 2026 etwas mehr Öl und Gas produziert als zuvor, kämpft aber mit höheren Steuern und den Folgen eines Krieges.

Die OMV, ein großes österreichisches Unternehmen für Öl, Gas und Chemie, hat im zweiten Quartal 2026 leicht mehr produziert als im ersten Quartal. Konkret stieg die Menge von 288.000 auf 291.000 Barrel Öläquivalent pro Tag. Ein Barrel Öläquivalent ist eine Maßeinheit, mit der man Öl, Gas und andere Rohstoffe vergleichen kann. Der Grund für den Anstieg: mehr Rohöl und NGL, also Flüssiggas aus der Förderung.

Gleichzeitig ist der Ölpreis deutlich gestiegen, von 72,3 auf 97,8 US-Dollar pro Fass. Ein Fass ist ein Barrel, also etwa 159 Liter. Auch die Marge der europäischen Raffinerien, also der Fabriken, die Rohöl zu Benzin und Diesel verarbeiten, hat sich von 13,88 auf 20,33 Dollar pro Barrel erhöht. Das hilft dem Unternehmen, mehr zu verdienen.

Allerdings gibt es auch Gegenwind: Der Iran-Krieg und höhere Steuern in Rumänien bremsen den Gewinn im Fördergeschäft. Außerdem laufen in Österreich und Rumänien vorübergehende regulatorische Maßnahmen, die das Geschäft mit Treibstoffen belasten. Im Chemie-Bereich bringt die Neugründung von Borouge International mehr Erträge, und im Segment Gas & Power Osteuropa sorgt eine geplante Wartung des Kraftwerks Brazi für ein etwas schwächeres Ergebnis.