Im Juni 2026 hat eine extreme Hitzewelle Österreich erfasst und an dutzenden Wetterstationen neue Temperaturrekorde aufgestellt – in Wien wurden fast 40 Grad gemessen.

Was ist passiert? Ab dem 18. Juni 2026 wurde es in ganz Österreich extrem heiß. An 66 Wetterstationen gab es einen neuen Rekord für das ganze Jahr. Auf der Hohen Warte in Wien, wo schon seit 1872 gemessen wird, stieg das Thermometer auf 39,7 Grad – so viel wie nie zuvor. 157 von 277 Wetterstationen verzeichneten den heißesten Juni-Wert ihrer Geschichte. Besonders ungewöhnlich: Selbst auf dem 3.109 Meter hohen Sonnblick im Hochgebirge war es rekordverdächtig warm. Zum Vergleich: Die Lufttemperatur lag in der zweiten Junihälfte rund fünf Grad über dem Mittel der Jahre 1991 bis 2020.

Wer hilft? GeoSphere Austria, das ist das österreichische Institut für Meteorologie und Klimatologie, hat die Daten gesammelt und ausgewertet. Klimatologe Alexander Orlik erklärt, was diese Hitze bedeutet. Auch das Gesundheitsministerium, die Rettungsdienste und die Städte haben Maßnahmen vorbereitet: zusätzliche Schattenplätze, geöffnete Hallenbäder, Trinkwasserbrunnen und Warnungen an ältere Menschen. Schulen und Vereine achten darauf, dass Training und Freizeitaktivitäten in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegt werden.