Die österreichischen U19-Fußballerinnen haben am Dienstagabend in Sarajevo das Halbfinale der Europameisterschaft gegen Deutschland 0:1 nach Verlängerung verloren.

Was ist passiert? Das Spiel gegen Deutschland war das erste EM-Halbfinale, das ein österreichisches U19-Frauen-Team je erreicht hat. Über 90 Minuten fiel kein Tor, obwohl Österreich sogar Chancen hatte, das Spiel zu gewinnen. In der 86. Minute parierte die deutsche Torfrau einen Schuss von Katie Richter, und in der 88. Minute traf Emma Memminger nur die Latte. Erst in der 109. Minute, also fast am Ende der Verlängerung, köpfte Tessa Zimmermann eine Ecke ins Tor. Damit stand es 1:0 für Deutschland und das Spiel war entschieden. Kapitänin Valentina Illinger hatte sich schon in der 39. Minute ohne Fremdeinwirkung am Knie verletzt und musste ausgewechselt werden.

Wer hat geholfen? Trotz mehrerer Rückschläge hat das Team nie aufgegeben. Trainer Markus Hackl lobte die Mannschaft nach dem Spiel und bedankte sich auch beim Gegner für ein faires Match. Er erklärte, dass die Spielerinnen seit fast einer Woche mit einem Magen-Darm-Infekt gekämpft hatten und drei von ihnen trotz Krankheit gespielt haben. Das gesamte Betreuerteam und auch der A-Nationaltrainer Lars Söndergaard, der extra nach Sarajevo gekommen war, haben die Mannschaft unterstützt. Verbandsärzte und Physiotherapeuten kümmerten sich um die verletzten und kranken Spielerinnen.