Wegen eines bekannten Defekts an den Joy-Con-Controllern der alten Nintendo Switch hat Frankreich eine hohe Strafe gegen Nintendo verhängt.

Was ist passiert? Die französische Verbraucherschutzbehörde DGCCRF hat Nintendo of Europe mit einer Strafe von 35 Millionen Euro belegt. Der Grund: Das Unternehmen soll Spielerinnen und Spieler nicht klar und früh genug darüber informiert haben, dass die Joy-Con-Controller der ersten Switch einen Defekt haben können. Bei dem Problem, das „Drift“ genannt wird, bewegen sich die Stick-Controller von selbst, obwohl niemand sie anfasst. So laufen Figuren im Spiel einfach weiter oder die Kamera dreht sich.

Warum ist das ärgerlich? Viele wussten nicht, dass sie ihren Controller einfach kostenlos reparieren lassen konnten. Stattdessen haben sich manche gleich einen neuen Controller gekauft. Nintendo bietet solche kostenlosen Reparaturen in Europa schon seit einigen Jahren an. Die Behörde sagt aber: Nintendo hat das nicht deutlich genug gesagt, und zwar erst ab 2020, obwohl das Unternehmen den Defekt schon viel früher kannte.