Der Sportartikel-Riese Nike hat im letzten Quartal etwas weniger Geld eingenommen als zuvor, und die Anleger reagieren nervös.
Was ist passiert? Nike hat seine Zahlen für das letzte Quartal veröffentlicht. Der Umsatz – also alles, was Nike weltweit eingenommen hat – ist um ein Prozent gesunken: auf rund 10,97 Milliarden US-Dollar, umgerechnet etwa 9,6 Milliarden Euro. Gleichzeitig ist der Gewinn deutlich gestiegen, unter anderem weil Nike zu viel gezahlte Importzölle in den USA zurückbekommen hat. Das ist ein Sondereffekt und kein Zeichen für ein normales Wachstum. Analysten, also Fachleute, die Unternehmen bewerten, hatten im Schnitt mit 10,86 Milliarden US-Dollar Umsatz gerechnet – Nike lag zwar leicht darüber, aber die Richtung stimmte sie skeptisch.
Wer hilft oder reagiert? An der Börse haben vor allem die Aktionäre reagiert: Sie sind die Leute, denen ein Stück des Unternehmens gehört. Die Nike-Aktie verlor im vorbörslichen Handel mehr als vier Prozent. Auch die Konkurrenten Adidas und Puma gerieten unter Druck – Adidas fiel im DAX, dem wichtigsten deutschen Aktienindex, um bis zu 1,8 Prozent. Nike-CEO Elliott Hill versucht gegenzusteuern: Er will den Konzern wieder stärker auf Sportlerinnen und Sportler ausrichten, weil der Anteil an Freizeitkleidung in den letzten Jahren zu groß geworden war. Außerdem läuft gerade die Fußball-WM teilweise in den USA – Nike verkauft dort schon zweieinhalbmal mehr Trikots als zur WM 2022 zum gleichen Zeitpunkt.
