Österreichs Fußball-Nationalteam hat kurz vor der WM einen neuen Spieler nachnominiert, weil Christoph Baumgartner schwer verletzt ausfällt.

Was ist passiert? Christoph Baumgartner von RB Leipzig hat sich beim Aufwärmen vor dem letzten Testspiel gegen Tunesien (1:0) am 1. Juni schwer am Oberschenkel verletzt. Er wurde in Finnland operiert und fällt mehrere Monate aus. Damit verpasst er die WM in den USA. Damit der Kader trotzdem voll ist, hat Teamchef Ralf Rangnick Dejan Ljubicic nachnominiert. Der 28-Jährige spielt seit Januar für Schalke 04 und hat in 15 Zweitliga-Spielen vier Tore erzielt und drei vorbereitet. Er ist sehr vielseitig: Er kann als Verteidiger oder im Mittelfeld auf mehreren Positionen spielen. Am Donnerstag ist er von Wien nach Los Angeles geflogen und wird am Freitag in Santa Barbara erstmals mit der Mannschaft trainieren.

Wer hilft mit? Der ÖFB und der Klub RB Leipzig unterstützen Baumgartner, indem sie ihm ermöglichen, seine Reha direkt im WM-Camp in Kalifornien zu machen. So kann er seine Kollegen vor Ort unterstützen, obwohl er selbst nicht spielen kann. Ähnlich hatte es 2024 David Alaba bei der EM in Deutschland gemacht. Ljubicic wiederum springt kurzfristig ein, obwohl er seit Oktober 2023 nicht mehr für Österreich nominiert worden war. ORF-Experte Andreas Herzog hat die Nachnominierung als „überrascht“ kommentiert und gesagt: „Wenn man nie spricht, wird spekuliert“ – also: wenn der Trainer nicht erklärt, warum er so entscheidet, denken sich die Leute selbst etwas aus.