Lettland hat einen neuen Ministerpräsidenten: Andris Kulbergs wurde vom Parlament gewählt, nachdem die alte Regierungschefin nach einem Streit über Drohnen-Vorfälle zurückgetreten war.
Stell dir vor, in deiner Klasse gibt es einen neuen Klassensprecher, weil der alte nach einem Streit im Team nicht mehr weitermachen konnte. So ähnlich ist das gerade in Lettland passiert. Die bisherige Chefin der Regierung, Evika Silina, ist zurückgetreten, weil ein Koalitionspartner ihr die Unterstützung entzogen hat. Auslöser war ein Streit mit dem Verteidigungsminister, den sie gefeuert hatte, weil er bei Drohnen, die über die Grenze kamen, nicht schnell genug reagiert haben soll.
Jetzt hat das Parlament, also die gewählten Vertreter des Volkes, einen neuen Regierungschef bestimmt: Andris Kulbergs. Er ist 47 Jahre alt und war vorher in der Opposition. Mit seinen Partnern hat er eine stabile Mehrheit von 66 von 100 Stimmen. Das ist wichtig, damit die Regierung Entscheidungen treffen kann. Kulbergs hat versprochen, dass die Sicherheit des Landes für ihn an erster Stelle steht – dazu gehört der Schutz der Grenzen, aber auch, dass die Wirtschaft läuft und die Energieversorgung sicher ist.
