Der Konzern hinter WhatsApp wirft der Firma NSO Group vor, einen Gerichtsbeschluss zu ignorieren und weiterhin Nutzerinnen und Nutzer auszuspionieren.
Stell dir vor, jemand schickt dir einen Link, du klickst einmal drauf – und schon ist dein Smartphone kompromittiert. Genau so etwas wirft Meta der israelischen Firma NSO Group vor. Laut Meta haben Angreifer in einer neuen Welle versucht, WhatsApp-Nutzerinnen und -Nutzer mit solchen Tricks in eine Falle zu locken. Drei Internetadressen sollen dabei eine Rolle gespielt haben: ikhwancast.com, ghazacast.com und fr24cast.com. Das Programm, das dabei zum Einsatz kommt, heisst Pegasus und ist eine bekannte Spionagesoftware.
Der Hintergrund: Schon 2019 hatte Meta NSO verklagt, weil das Unternehmen angeblich Anfang 2019 in WhatsApp-Server eingebrochen war und dabei rund 1.400 Menschen ausspioniert haben soll – darunter Journalisten und Menschenrechtsaktivisten. Im Frühjahr 2025 hat eine Jury Meta deshalb eine Entschädigung von über 167 Millionen US-Dollar zugesprochen. Gleichzeitig hat ein Gericht NSO per Gerichtsbeschluss verboten, weiter WhatsApp-Nutzer anzugreifen, und verlangt, dass NSO den Quellcode der Software herausgibt.
