Ein 55-Jähriger lebte mit seiner Familie über ein Jahr in einem Berliner Hotel, ohne zu bezahlen – jetzt muss er ins Gefängnis.
Ein Mann ist mit seiner Partnerin und zwei Kindern in ein Hotel in Berlin-Köpenick eingezogen. Er blieb dort ungefähr 16 Monate. In dieser Zeit hat er keine Rechnung bezahlt – obwohl er für vier Personen ein Zimmer und Essen bekam. Insgesamt richtete er einen Schaden von rund 25.000 Euro an. Das Berliner Amtsgericht Tiergarten hat ihn deshalb zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig, das bedeutet: Es kann noch angefochten werden.
Die Richterin sagte, der Mann habe mit seinen Lügen das Hotel-Personal über Monate getäuscht. Er habe behauptet, schwer krank zu sein und in einem Krankenhaus behandelt zu werden. Außerdem erzählte er, dass sein Wohnwagen abgebrannt sei und er deshalb dringend ein Zimmer brauche. Um die Rechnung nicht selbst zahlen zu müssen, schickte er gefälschte E-Mails an das Hotel und behauptete, ein Automobilclub werde alles übernehmen. Vor Gericht sagte er selbst: "Ich habe alle Register gezogen, man hat mir geglaubt." Das Gericht fand sein Verhalten dreist und besonders schlimm, weil er auch seine Kinder mit in die Lüge hineingezogen hat.
