In einer italienischen Stadt ist ein 43-jähriger Mann gestorben, nachdem Polizisten ihn am Boden festgehalten hatten – trotz seiner Hilferufe.

Was ist passiert? In Bologna wurden Polizisten in ein Wohnviertel gerufen, weil ein Mann einen Wutanfall hatte. Er soll laut der Nachrichtenagentur Ansa einen Streifenwagen gerammt haben. Die Polizisten setzten Pfefferspray ein, legten ihm Handschellen an und hielten ihn am Boden fest. Auf einem Video ist zu sehen, wie zwei Beamte auf ihm sitzen, während er ruft: „Aiuto. Basta, basta!" – das heißt auf Italienisch „Hilfe! Genug, genug!". Nach einigen Minuten bewegte er sich nicht mehr.

Wer hilft jetzt? Die Generalstaatsanwaltschaft in Bologna ermittelt. Eine Autopsie soll zeigen, woran der Mann genau gestorben ist. Die Polizisten, die an dem Einsatz beteiligt waren, wurden laut Ansa vom Dienst suspendiert. Auch Politiker und Bürgerrechtsorganisationen in Bologna fordern Aufklärung. Die Stadt zeigte sich bestürzt und kündigte an, die Einsatzregeln der Polizei zu überprüfen.