Der Deutsche Philologenverband fordert strengere Regeln für soziale Medien und Handys an Schulen – und nimmt dabei die Anbieter in die Pflicht.

Was ist passiert? Der Deutsche Philologenverband hat gesagt: So wie jetzt kann es nicht weitergehen. Studien zeigen, dass 60 von 100 jungen Menschen ihr Handy oder Social Media schon fast suchtartig nutzen. Die Vorsitzende Susanne Lin-Klitzing sagt, ihre Lehrerinnen und Lehrer erleben jeden Tag, wie Schülerinnen und Schüler gegen Chatnachrichten, Push-Nachrichten und Endlos-Videos kämpfen. Deshalb fordert der Verband: Sucht-Mechanismen auf den Plattformen sollen für Minderjährige ausgeschaltet werden, Altersgrenzen müssen wirklich kontrolliert werden, und Anbieter sollen mehr Verantwortung übernehmen.

Wer hilft euch? Der Verband verlangt, dass die Politik handelt: Die Bundesregierung hat eine Expertenkommission eingesetzt, die „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt". Sie soll bis zum Sommer Vorschläge machen, zum Beispiel zu Altersgrenzen bei Instagram, TikTok und Co. und zu Handy-Regeln an Schulen. Auch Schleswig-Holstein wird als Vorbild genannt: Dort dürfen Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 9 ihre privaten Handys nur eingeschränkt nutzen. Der Verband will, dass andere Bundesländer nachziehen. Außerdem soll Medienbildung an allen Schulen ausgebaut und ein eigenes Pflichtfach Informatik eingeführt werden.