In Brandenburg fehlen zum neuen Schuljahr Lehrkräfte – das Bildungsministerium sucht nach Lösungen, damit der Unterricht trotzdem stattfinden kann.
Was ist passiert? Brandenburgs Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) hat am letzten Schultag vor den Sommerferien gesagt: Auch im neuen Schuljahr werden nicht alle Lehrerstellen besetzt sein. Die staatlichen Schulämter arbeiten jeden Tag unter Hochdruck daran, so viele offene Stellen wie möglich zu besetzen – zum Beispiel mit Vertretungslehrern, pensionierten Lehrkräften oder Quereinsteigern. Wenn sich an einzelnen Schulen trotzdem niemand findet, könnten verbeamtete Lehrkräfte sogar von Amts wegen an andere Orte abgeordnet werden, also kurzzeitig versetzt.
Wer hilft? Das Bildungsministerium und die Schulämter versuchen, mit vielen Maßnahmen gegenzusteuern: Es sollen 250 neue Lehrerstellen geschaffen werden, und Schulen dürfen in Ausnahmefällen von der Stundentafel abweichen – das ist der Plan, der festlegt, wie viele Stunden pro Fach unterrichtet werden. Außerdem können zusätzliche Förderstunden bei Bedarf gekürzt werden. Auch Eltern setzen sich ein: Der Landeselternrat hat eine Unterschriftenliste an das Ministerium übergeben und fordert, den Lehrkräftemangel stärker anzugehen.
