Vom 25. August bis 13. September 2026 bringt das Lausitz Festival Theater, Musik, Kunst und Literatur in 14 Städte in Brandenburg und Sachsen.

Stell dir vor: In einer alten Flugzeughalle steht plötzlich eine Bühne für Shakespeare. Genau das passiert beim Lausitz Festival 2026. Unter dem Motto "geschöpferisch" zeigen Künstlerinnen und Künstler an 22 Spielstätten in 14 Orten, was sie können. Mit dabei sind auch Corinna Harfouch und Götz Schubert, die im Hangar 1 auftreten. Dort wird viermal der Klassiker "Hamlet" von Shakespeare gespielt. Die Premiere ist schon ausverkauft, also schnell sein, wenn du Tickets willst.

Ein Jugendclub aus Cottbus bringt ein eigenes Stück auf die Bühne, in dem es um das Gehen und Bleiben in der Heimat geht. Nach Angaben von Götz Schubert werden dabei Wasser und Farbe eingesetzt. Auch Kinder aus Cottbus wirken in der Inszenierung mit. So bekommen junge Leute aus der Region eine echte Bühne.

Das Festival denkt weiter: In einer Kirche in Cunewalde inszeniert Götz Schubert "Passion. Über die Menschlichkeit" nach einem Werk von Amélie Nothomb. Es geht um die Frage, was in einem Menschen am Abend vor seiner Kreuzigung vorgeht. Schubert sagte dazu: "So nah habe ich mich Jesus eigentlich noch nie gefühlt."

Auch Fans von Kunst und Literatur kommen auf ihre Kosten. Das Brandenburgische Landesmuseum für Moderne Kunst zeigt in Zusammenarbeit mit dem Schloss Bad Muskau Werke des brasilianischen Künstlers Jonathas de Andrade. Im Programm steht außerdem der 1.200-Seiten-Roman "Die Puppe" von Boleslaw Prus, der als osteuropäisches Gegenstück zu Charles Dickens gilt. Drei brasilianische Musiker spielen in der Energiefabrik in Knappenrode. Und im Lausitz Labor in Cottbus wird drei Tage lang über große Fragen der Philosophie diskutiert.

Neu ist der Credo-Preis. Er wird alle zwei Jahre an Menschen vergeben, die sich besonders für die Bedeutung von Kultur in der Gesellschaft einsetzen. Den ersten Preis gibt es beim Eröffnungskonzert am 25. August in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Görlitz. Das Geld ist knapp: Die Bundesförderung wurde halbiert, mit weiteren Mitteln stehen 3,3 Millionen Euro zur Verfügung. Im vergangenen Jahr besuchten rund 15.000 Menschen das Festival.

Warum ist das für dich wichtig?

Wenn du in der Lausitz wohnst oder in der Region etwas erleben willst, ist das Festival ein direkter Treffpunkt: Ein Jugendclub aus Cottbus steht auf der Bühne, Kinder wirken mit, und du kannst Klassiker wie Hamlet oder neue Stücke live sehen.