Israel hat innerhalb von zwei Tagen rund 150 Ziele der Hisbollah im Libanon angegriffen, während gleichzeitig über eine Waffenruhe verhandelt wird.
Im Libanon ist die Lage sehr ernst. Die israelische Armee hat in nur 48 Stunden etwa 150 Ziele der Hisbollah-Miliz im Süden des Landes bombardiert. Dazu gehörten Waffenlager, Kommandozentralen und Raketenabschussrampen. Bei den Angriffen sind mehrere Menschen gestorben, unter anderem eine Krankenschwester auf dem Weg zur Arbeit. Für fünf Dörfer im Süden wurde eine Evakuierung angeordnet, das heißt: Die Menschen mussten ihre Häuser verlassen, weil es dort zu gefährlich wurde.
Gleichzeitig wird hinter den Kulissen über Frieden verhandelt. Israel und die libanesische Regierung hatten sich in Washington auf eine "Umsetzung einer Waffenruhe" geeinigt. Das bedeutet, sie wollten eigentlich aufhören zu kämpfen. Die Hisbollah, eine starke Miliz im Libanon, lehnt diese Vereinbarung aber ab und greift weiter an. Sie wird vom Iran unterstützt, einem Land, das derzeit selbst im Konflikt mit den USA steht. Der Libanon ist dadurch in einen größeren Krieg hineingezogen worden, der Anfang März begann.
