In der Nacht auf Samstag hat Russland die ukrainische Hauptstadt Kiew mit Raketen und Drohnen angegriffen. Mindestens zehn Menschen wurden verletzt, darunter ein Kind.

Was ist passiert? In der Nacht auf Samstag wurde die ukrainische Hauptstadt Kiew erneut beschossen. Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko und Militärgouverneur Tymur Tkatschenko griff Russland die Stadt mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen an. Die ukrainische Luftwaffe sprach von insgesamt sechs ballistischen Raketen, sechs Marschflugkörpern und 121 Drohnen. Mindestens zehn Menschen wurden verletzt, darunter auch ein Kind. In mehreren Stadtteilen brachen Brände aus, unter anderem in einem Bürogebäude im Westteil der Stadt. Klitschko und Tkatschenko riefen die Bewohnerinnen und Bewohner auf, Schutzräume aufzusuchen.

Wer hilft? In Kiew selbst sind Rettungskräfte und der Katastrophenschutz im Einsatz, um Verletzte zu versorgen und Brände zu löschen. Auch die ukrainische Luftverteidigung war aktiv: Nach offiziellen Angaben konnten mindestens zwei Marschflugkörper und 111 Drohnen abgefangen werden. International gibt es Unterstützung: Die USA planen, der Ukraine eine Lizenz zur eigenen Produktion von Patriot-Munition zu geben, weil ballistische Raketen für die Ukraine besonders schwer abzuwehren sind. Der deutsche Außenminister Johann Wadephul betonte gegenüber dem Tagesspiegel, die Ukraine habe den längeren Atem und Russland müsse nun verhandeln.