Das chinesische Unternehmen DeepSeek, das Künstliche Intelligenz entwickelt, bereitet nach Berichten einen großen Börsengang vor – und andere chinesische Tech-Aktien legen deshalb kräftig zu.

Was ist passiert? DeepSeek kommt aus der chinesischen Stadt Hangzhou und ist eines der bekanntesten KI-Start-ups Chinas. Das Unternehmen will an die Börse gehen, also Anteile an sich an Investoren verkaufen. So ein Schritt heißt auf Englisch IPO. Laut dem Finanz-Nachrichtendienst Bloomberg könnte DeepSeek dabei mit rund 71 Milliarden US-Dollar bewertet werden – das ist eine Zahl, die angibt, wie viel das Unternehmen insgesamt wert wäre.

Dafür braucht DeepSeek vorher frisches Geld. In einer neuen Finanzierungsrunde will das Unternehmen nach dem Bloomberg-Bericht mindestens zehn Milliarden Yuan einsammeln. Yuan ist die chinesische Währung. Schon im Mai 2026 hatte DeepSeek nach einem Bericht der Financial Times rund sieben Milliarden US-Dollar von Investoren bekommen – unter anderem von Tech-Größen wie Tencent und JD.com.

Was macht DeepSeek eigentlich? Das Unternehmen entwickelt KI-Modelle – das sind Computerprogramme, die Texte verstehen und erzeugen können. Solche Modelle werden zum Beispiel in Chatbots eingesetzt. Im Vergleich zu anderen bekannten KI-Modellen wie denen von OpenAI oder Anthropic ist DeepSeek laut Fachleuten günstiger, aber bei reinen Leistungstests nicht ganz vorne. Gründer Liang Wenfeng hat gesagt, dass DeepSeek weiter an Open-Source-Software festhalten will – also an Programmen, deren Quellcode jeder einsehen und weiterverwenden kann.