Beim großen WM-Finale in den USA sitzt kein Chef des deutschen Fußballs auf der Tribüne. Jürgen Klopp schaut aber trotzdem zu – als TV-Experte.

Deutschland ist bei dieser WM schon vor dem Finale ausgeschieden – nach einem dramatischen Elfmeterschießen gegen Paraguay. Danach hat der DFB gesagt: Keine Verbandsvertreter schauen sich noch weitere Spiele an. Das gilt auch für das Finale am Sonntag in East Rutherford, in dem Argentinien gegen Spanien spielt. Weder DFB-Präsident Bernd Neuendorf noch sein Stellvertreter Hans-Joachim Watzke werden im Stadion sein.

Normalerweise hätte Neuendorf als Mitglied im FIFA-Council sogar einen festen Platz auf der Ehrentribüne gehabt. Trotzdem bleibt er zu Hause. Auch Watzke, der im UEFA-Vorstand sitzt, kommt nicht. Der DFB hat außerdem noch keinen Brief unterschrieben, der FIFA-Chef Gianni Infantino bei seiner Wahl im März 2027 unterstützt – im Gegensatz zu fast allen anderen Verbänden.

Aber es gibt trotzdem bekannte Gesichter aus Deutschland beim Finale. Jürgen Klopp, den viele als Wunsch-Bundestrainer sehen, ist als Experte für MagentaTV vor Ort. Außerdem reisen die früheren Nationalspieler Per Mertesacker und Christoph Kramer für das ZDF in die USA, um das Spiel zu analysieren. Mertesacker gilt nebenbei als möglicher Kandidat für einen Job beim DFB.