Bundeskanzler Friedrich Merz hat am 15. Juli 2026 in Berlin gesagt, dass er noch nicht weiß, ob er nach der aktuellen Wahlperiode noch einmal als Kanzler antreten will.
Bei seiner Sommer-Pressekonferenz haben Journalistinnen und Journalisten Merz gefragt, ob er sich noch einmal um das Amt des Bundeskanzlers bewerben will. Seine Antwort: "Darüber denke ich derzeit nicht nach." Damit hat er sich weder für noch gegen eine zweite Amtszeit entschieden. Merz hat noch rund drei Jahre Zeit, bis die nächste Bundestagswahl ansteht. Bis dahin will er sich auf die Arbeit in der Regierung konzentrieren.
Merz hat in Berlin auch über die Koalition aus CDU und SPD gesprochen. Eine Koalition ist ein Bündnis mehrerer Parteien, die zusammen regieren. Merz nennt dieses Bündnis bewusst eine "Arbeitskoalition" und nicht ein großes politisches "Projekt". Damit meint er: Die Koalition soll die Aufgaben dieser Wahlperiode erledigen, ohne sich schon jetzt auf alles festzulegen, was danach kommt. Nach seiner Einschätzung ist diese Koalition die einzige realistische Mehrheit in der politischen Mitte Deutschlands.
