Kanadas Regierung hat einen Gesetzentwurf vorgestellt, der unter 16-Jährigen Social-Media-Konten verbieten und KI-Inhalte strenger regulieren soll.

Was ist passiert? Kulturminister Marc Miller hat am Mittwoch in Montreal den Digital Safety Act vorgestellt. Das Gesetz soll dafür sorgen, dass man in Kanada erst mit 16 Jahren ein Konto bei Plattformen wie Instagram, TikTok oder Snapchat eröffnen darf. Wer sich nicht daran hält, riskiert hohe Strafen: bis zu drei Prozent des weltweiten Umsatzes können fällig werden. Kanada ist damit nach Australien eines der ersten Länder, die so ein Verbot ernsthaft umsetzen wollen. Auch Österreich arbeitet an einer ähnlichen Regelung, dort allerdings erst ab 14 Jahren.

Das Gesetzespaket betrifft aber nicht nur Social Media. Auch Inhalte, die mit künstlicher Intelligenz erzeugt werden, sollen künftig klar erkennbar sein. Plattformen müssen solche Posts und Videos mit Labels versehen. KI-Chatbots sollen außerdem weniger schädliche Antworten liefern dürfen. Eine neue Behörde, die Digital Safety Commission, soll all das überwachen.