Kanada hat sich entschieden, zwölf moderne U-Boote bei der deutschen Werft ThyssenKrupp Marine Systems in Kiel zu kaufen – der größte Auftrag in der Firmengeschichte.
Du hast bestimmt schon mal von U-Booten gehört. Jetzt hat sich Kanada, das Land mit der längsten Küste der Welt, zwölf neue U-Boote bei einer Werft in Norddeutschland bestellt. Gebaut werden sie in Kiel und Wismar. Sie heißen „212 CD" und sind eine Weiterentwicklung älterer Modelle. Die Boote sind rund 74 Meter lang, sehen aus wie eine längliche Raute und haben eine Besatzung von 30 Personen. Mithilfe von Brennstoffzellen können sie wochenlang unter Wasser bleiben, ohne aufzutauchen.
Die Boote sind etwas Besonderes, weil sie für die Arktis und das Fahren unter Eis gebaut werden. Sie besitzen bessere Sensoren, also feine Messgeräte, mit denen sie andere Schiffe und U-Boote über und unter Wasser erkennen können. Außerdem besteht ihr Rumpf aus einem Spezialstahl, der kaum magnetisch ist. Das macht es für andere schwerer, sie aufzuspüren.
Kanada ist nicht allein mit dem Kauf. Auch Deutschland und Norwegen wollen bis Ende der 2030er Jahre jeweils sechs Boote dieses Typs bestellen. Die drei Länder teilen sich dann Ausbildung, Logistik, Software und Ersatzteile. Das spart Geld und macht die Zusammenarbeit enger.
Der Auftrag ist riesig: Etwa 20 Milliarden Euro sollen die Boote kosten, dazu kommen bis zu 40 Milliarden Euro für Wartung und Service über die kommenden Jahrzehnte. In Wismar sollen bis zu 1.500 neue Arbeitsplätze entstehen. Das erste Boot soll laut Plan 2033 ausgeliefert werden, Kanada will die ersten U-Boote spätestens 2035 einsetzen.
