Bei einem schweren Angriff auf den Flughafen der jemenitischen Hauptstadt Sanaa ist der seit 2022 geltende Waffenstillstand praktisch zusammengebrochen – nun droht eine Ausweitung des Konflikts.

Was ist passiert? Am Montag schlugen schwere Luftangriffe auf den Flughafen der Hauptstadt Sanaa ein. Die Regierung des Landes sagt, sie habe den Flughafen selbst angegriffen, um zu verhindern, dass ein Flugzeug aus dem Iran dort landet. Eine Delegation der Huthi-Miliz war auf dem Rückweg von einer Trauerfeier im Iran und wollte unbedingt mit einer iranischen Maschine fliegen. Die jemenitische Regierung lehnte das ab. Die Huthi-Miliz wiederum sagt, Saudi-Arabien habe den Flughafen bombardiert. In Sanaa stiegen nach dem Angriff große Rauchwolken auf. Die Huthi drohen, sich zu rächen.

Wer hilft oder versucht zu vermitteln? Die Vereinten Nationen hatten 2022 eine Waffenruhe zwischen den Konfliktparteien ausgehandelt, die den Krieg im Jemen für mehrere Jahre deutlich beruhigt hat. Auch die internationale Gemeinschaft beobachtet die Lage genau, weil die Meerenge Bab al-Mandab zwischen dem Roten Meer und dem Indischen Ozean eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt ist. Sollte der Konflikt auf Saudi-Arabien übergreifen, könnte das die Preise für Öl und Waren weltweit spürbar beeinflussen.

Was kannst du tun? Informiere dich über seriöse Quellen, zum Beispiel die Nachrichten der großen öffentlich-rechtlichen Sender oder die Seiten der UNO. Hinterfrage Beiträge in sozialen Medien, die den Konflikt sehr einseitig darstellen, und tausche dich mit Freundinnen und Freunden über Hintergründe aus. Wenn dich das Thema belastet, sprich mit Erwachsenen, denen du vertraust – die Eskalation im Nahen Osten geht vielen Menschen auf der Welt nahe.