Der israelische Premier Benjamin Netanyahu hat US-Präsident Donald Trump gebeten, der Türkei keine modernen F-35-Kampfjets oder Triebwerke zu verkaufen.

Kurz vor dem NATO-Gipfel in der türkischen Hauptstadt Ankara sagte Netanyahu dem US-Sender Fox News, dass die Türkei keine F-35-Jets oder passende Triebwerke erhalten solle. Nach seiner Meinung würde ein solcher Deal das Gleichgewicht im Nahen Osten stören – einer Region, in der es viel Spannung gibt.

Im Hintergrund läuft ein anderes Thema: Experten denken, dass Trump dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan am Rande des Gipfels ungefähr 40 F-110-Triebwerke versprechen will. Das sind Antriebe für Kampfjets. Die Türkei will sie in eigene Tarnkappenflugzeuge namens KAAN einbauen, die moderner sind als die alten F-16.

Trump hat sich in den letzten Jahren wieder besser mit Erdogan verstanden. Trotzdem stehen viele in den USA dem geplanten Waffengeschäft kritisch gegenüber. Im Kongress, dem US-Parlament, gibt es Widerstand. Für den Verkauf der großen F-35-Jets müsste der Kongress zustimmen, und diese Mehrheit ist gerade unsicher.