Bei der Tour de France herrschen gerade Temperaturen um 40 Grad, deshalb beschweren sich Radprofis über ihre Hotels und schlafen teilweise draußen.

Was ist passiert? In Zentralfrankreich läuft gerade die 113. Tour de France, und es ist extrem heiß: Im Zentralmassiv werden rund 40 Grad gemessen. Eine Etappe wurde deshalb zum ersten Mal in der Geschichte des Rennens verkürzt, weil die Fahrer sonst zu viel riskiert hätten. Der norwegische Profi Anders Halland Johannessen zeigte auf der Plattform X ein Video aus seinem Hotelzimmer. Man sah Schmutz und Spinnweben in einer Ecke. Er schrieb dazu: „Könnte schlimmer sein, das ist unseres“ und meinte: „Das Innere des Hotels: fragwürdig.“ Außen sei es „sehr schön“, so der 26-Jährige. Auch Spitzenfahrer Tadej Pogacar hatte Berichten zufolge in einem alten Hotel ohne Klimaanlage übernachtet.

Wer hilft? Die Teams kümmern sich selbst um ihre Fahrer. Pogacars Team brachte zum Beispiel mobile Klimageräte und besondere Kühlauflagen für die Matratzen mit, damit er trotz Hitze schlafen kann. Johannessen und sein Teamkollege vom Team Uno-X schleppten ihre Betten kurzerhand auf den Balkon und verbrachten die Nacht im Freien. Johannessen fand die Aktion gut und schrieb: „Schlaf 7/7 würde ich weiterempfehlen.“ Auch die Rennleitung hat reagiert und die erste Etappe in der Geschichte der Tour wegen Hitze verkürzt, um die Gesundheit der Fahrer zu schützen.